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Magazine Contact #19

„Nur der Kleingeist hält Ordnung, das Genie überblickt das Chaos“, das ist die Lebensphilosophie vieler chaotischer Kollegen. Ihre akkuraten Zeitgenossen propagieren dagegen, dass Ordnung das halbe Leben sei. Doch wie wirkt sich die Arbeitsumgebung wirklich aus? Drei Experimente geben Aufschluss.

Studienergebnisse zeigen, wer sauber arbeitet, ist sprichwörtlich auch „sauber“, hebt seinen Müll auf, vermeidet Verbrechen, zeigt Großzügigkeit – verhält sich also moralisch korrekt. Unordnung motiviert dagegen soziale Regeln und Normen als unwichtig zu empfinden, sich unmoralisch und aggressiv zu verhalten. Diese Betrachtungsweise wirkte auf Kathleen Vohs, Professorin an der Universität Minnesota, zu eindimensional. Sie entwarf drei Experimente, bei denen knapp 300 Freiwillige jeweils in einem unordentlichen und in einem aufgeräumten Büroraum auf den Wahrheitsgehalt dieser Theorie getestet wurden.

 

Sauber macht gesund, moralisch korrekt und großzügig!

Im ersten Experiment ließ sie die Probanden einen Fragebogen ausfüllen. Danach durften sie sich als „Belohnungssnack“ entweder einen Apfel oder etwas Süßes wählen. Außerdem fragte Vohs, ob sie Geld für einen wohltätigen Zweck spenden würden. Kaum zu glauben: Die Umgebung wirkte sich erheblich auf das Verhalten aus. Wer in der ordentlichen Umgebung gearbeitet hatte, verschmähte öfter den ungesunden Snack und spendete mehr Geld. Ein Punkt also für die ordentliche Arbeitsumgebung.

 

Es lebe das kreative Chaos!

Über Kreativität sagt dieses Ergebnis nichts aus. Daher wurde in einer weiteren Studie den Versuchspersonen der Auftrag erteilt, sich neue Verwendungsmöglichkeiten für Pingpong-Bälle zu überlegen.

Siehe da: Beide Gruppen hatten zwar die gleiche Anzahl an Ideen, doch wurden die Vorschläge aus dem Chaos von einer unabhängigen Jury als fünfmal so kreativ bewertet wie die aus dem sauberen Umfeld. Eine unaufgeräumte Umgebung hilft also, ungewöhnliche Lösungen hervorzubringen.

 

Die Scheu der Ordentlichen vor Neuem!

Chaos animiert das Gehirn zum „Out of the box“- Denken und zur Entwicklung von Erfindungsreichtum. Außerdem ermutigt es Menschen, etwas Neues auszuprobieren, wie Vohs mit ihrem letzten Experiment belegt. Die Probanden wurden angehalten zwischen bekannten und unbekannten Produkten zu wählen. Die unordentliche Umgebung begünstigte die Entscheidung zugunsten der neuen Produkte, regte also an, Traditionen zu verlassen und frische Impulse zu entwickeln. Das ordentliche Arbeitsumfeld schaffte eher konservative Entscheidungen. Unsere Empfehlung: Keine strikte Büroordnung, wenn kreative Lösungen gefragt sind. Eine ordentliche Arbeitsumgebung ist aber dann gefragt, wenn alles nach Plan laufen soll.

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