GesundHAIt ist mehr als ein Obstkorb.

Weniger Krankenstände, mehr Wohlbefinden und ein stärkerer Teamgeist: All das kann das Ergebnis einer aktiven betrieblichen Gesundheitsförderung sein. Die Hammerer Aluminium Industries (HAI) aus Ranshofen in Oberösterreich zeigt vor, wie aus einfachen Sicherheits-Maßnahmen eine erfolgreiche und ganzheitliche Gesundheitsförderung für Mitarbeiter entstehen kann.

„Es begann vor zehn Jahren mit einem Konzept für noch mehr Arbeitssicherheit“, erinnert sich Bettina Bogner, Leiterin der Personalabteilung und Mitinitiatorin der betrieblichen Gesundheitsförderung beim Aluminium-Verarbeiter HAI in Ranshofen. Nach einer Analyse der Krankenstandsquote des Unternehmens wurde deutlich, dass insbesondere Beschwerden des Bewegungsapparats einen wesentlichen Anteil an den Fehlzeiten hatten. „Diese Auswertung hat uns gezeigt, dass wir nicht nur viele Krankenstandstage zu verzeichnen hatten, sondern auch gezielt an den Ursachen arbeiten müssen“, so Bogner. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement bestand bei HAI bereits, doch die gewonnenen Erkenntnisse waren der Anlass, das Thema neu aufzurollen und aus einem erweiterten Blickwinkel zu betrachten. Der bestehende Arbeitskreis wurde reaktiviert, personell erweitert und um neue Perspektiven aus Verwaltung und Produktion ergänzt. Daraus entstanden zahlreiche innovative Ideen und Maßnahmen, die weit über bisherige Ansätze hinausgingen. Gleichzeitig entwickelte sich ein neuer HAI-Spirit, geprägt von Teamgeist, bereichsübergreifender Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Ziel, Gesundheit und Wohlbefinden im Unternehmen nachhaltig zu fördern.

„Zunächst haben wir aktiv für schonendes Arbeiten in der Produktion gesorgt. Etwa durch den Ankauf neuer Krane in den Fertigungshallen. Im Bürobereich wurden höhenverstellbare Schreibtische zur Norm. Neben ergonomischen Drehstühlen besitzen viele Mitarbeiter auch einen Gymnastikball oder einen Stehsitz, um möglichst viele verschiedene Positionen einnehmen zu können“, erklärt Bettina Bogner. Gleichzeitig begann auch die präventive Arbeit. Ein besonderes Highlight für HAI-Mitarbeiter: Die wöchentlich stattfindenden Rückenfit-Kurse. Aufgrund des Schichtbetriebes werden diese vormittags und abends angeboten, damit die gesamte Belegschaft dieses Angebot unabhängig ihrer Arbeitszeiten nutzen kann. „Beim allerersten Rückenfit- Kurs waren wir zu fünft. Mittlerweile nehmen pro Kurs bis zu 20 Mitarbeiter teil“, freut sich Bogner.

Ein wichtiger Teil der GesundHAIt, wie sich das Förderprogramm der HAI nennt, ist die sportliche Komponente. Lauf-Events, Business Run oder Functional Trainings: Das Angebot ist vielseitig und hat einen wichtigen Zusatznutzen: „Unsere vielen Sport-Events stärken den Teamspirit und schaffen Verbundenheit zwischen Produktion und Verwaltung. Das ist uns extrem wichtig“, betont die Personalleiterin. In der Sportsclub-WhatsApp-Gruppe bleiben alle am Laufenden. Mit der App move effect kann nicht nur die sportliche Leistung getrackt werden. Das Team des HAI-Gesundheitsmanagements teilt auch regelmäßig spielerische Aufgaben, um die Belegschaft zu Bewegung zu animieren: „Besonders lustig sind standortübergreifende Challenges. Ein Beispiel: Welcher HAI-Standort schafft es, bis zu einem vereinbarten Zieldatum die meisten Schritte zu sammeln.“

Im firmeneigenen Fitnessstudio lässt sich zu jeder Zeit trainieren, auch am Wochenende. Einmal pro Woche steht den Mitarbeitern zusätzlich ein Physiotherapeut zur Verfügung. Viele weitere Kooperationen mit sportlichen Einrichtungen und Trainern ermöglichen ein umfangreiches Angebot an Kursen. Im Intranet finden sich ein detaillierter Überblick sowie Kontaktdaten und Anmeldemöglichkeiten.

Auch die psychische Gesundheit kommt in der HAI nicht zu kurz. Die Kooperation mit Mavie ermöglicht Tipps und Leitfäden für das mentale Wohlbefinden. Außerdem ist über die telefonische Anlaufstelle eine qualifizierte Fachperson abrufbar, die bei persönlichen Anliegen und Problemen anonym kontaktiert werden kann. „Sozialleistungen wie die Ferienbetreuung, diverse Vergünstigungen oder auch Firmenevents sind wichtige Faktoren, die zum allgemeinen Wohlbefinden und zur Entlastung der Mitarbeiter beitragen. Das ist essenziell für die psychische Gesundheit“, betont Bogner.

Das Highlight des Programms ist der regelmäßig stattfindende HAI-Gesundheitstag. Experten stehen einen ganzen Tag lang mit Vorträgen und Beratungen zu Gesundheits-Themen zur Verfügung – von Ernährung über erholsamen Schlaf im Schichtdienst bis hin zu Körperfettmessungen. „Unsere Mitarbeiter können sich umfangreich informieren. Da ist für jeden etwas dabei“, ist die Personalleiterin überzeugt.

Zehn Jahre später, nach stetiger Erweiterung all dieser Maßnahmen, Angebote und Optimierungen: Was hat sich verändert? Bettina Bogner zieht ein zufriedenes Fazit: „Unsere Krankenstands-Erhebungen zeigen heute deutlich, dass wir die Quote auf einem stabilen und niedrigen Niveau halten können. Hier sehen wir, dass wir mit unseren Initiativen richtig liegen. Die Mitarbeitenden nehmen das Angebot ausgesprochen gut an, und genau das motiviert uns weiterzumachen. Wir wollen mehr bieten als den klassischen Obstkorb. Unser Ziel sind zufriedene HAIe, welche von ganzheitlicher Gesundheitsförderung profitieren, sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, merken wir deutlich.“

About.

Bettina Bogner ist seit 10 Jahren Teil der HAI-Familie und als HR-Managerin für den Standort Österreich verantwortlich. Sie war Mitinitiatorin bei der Erweiterung des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Unternehmen.

Die HAI-Gruppe beschäftigt 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das 2007 gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz im oberösterreichischen Ranshofen sowie acht weitere Standorte in Deutschland, Rumänien, Polen und Südkorea. Als eines der nachhaltigsten Unternehmen der Aluminiumbranche setzt HAI konsequent auf ressourcenschonende Produktionsprozesse, hohe Recyclingquoten und eine verantwortungsvolle Wertschöpfung entlang der gesamten Produktionskette. 2025 erzielte HAI in den drei Produktionsbereichen Casting (Gießerei), Extrusion (Strangpressen) und Processing (mechanische Weiterverarbeitung) einen Umsatz von 833 Mio. Euro. Die Produkte der HAI-Gruppe findet man sowohl im Baubereich als auch in der Automobil- und Transporttechnik, in der Elektrotechnik sowie im Maschinen- und Anlagenbau.

YouTube ist deaktiviert
Für die Verwendung von YouTube Videos benötigen wir Ihre Zustimmung. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Vimeo ist deaktiviert
Für die Verwendung von Vimeo Videos benötigen wir Ihre Zustimmung. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Google Maps ist deaktiviert
Für die Verwendung von Google Maps benötigen wir Ihre Zustimmung. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.