Nachhaltigkeit

BEKENNTNIS ZU EINER AKTIVEN UMWELTPOLITIK
Drei Störche im Nest.

Umweltpolitik

Mit unserer Umweltpolitik definieren wir unsere Handlungsgrundsätze für alle unsere Unternehmungen in Bezug auf den Umweltschutz. Sie gilt verbindlich für alle Mitarbeiter an allen unseren Standorten. Wir verstehen die Natur und die menschliche Gesellschaft als Teil eines globalen Ökosystems, dessen Gleichgewicht unter allen Umständen erhalten werden muss. Als Wirtschaftsunternehmen nehmen wir unsere besondere Verantwortung zur nachhaltigen Bewahrung der natürlichen Lebensbedingungen wahr. Die Verankerung von umweltpolitischen Grundsätzen im Unternehmensleitbild und die Einführung eines Umwelt-Managementsystems erst nach EMAS, später nach ISO 14001 setzten Meilensteine auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit. 

Betriebliche Ökobilanz

Bereits seit 1992 führt Wiesner-Hager jährlich eine Input-Output Bilanz durch. Für das GJ 2009/10 wurde erstmals eine vollständige betriebliche Ökobilanz nach EN ISO 14040 mit quantitativer Umweltwirkungsabschätzung in den Grenzen cradle to gate erstellt. Untersucht werden die Wirkungen des Gesamtunternehmens an allen Produktionsstandorten. Diese Daten dienen als Grundlage zur Erstellung von Umwelt-Produktdeklarationen nach ISO 14025. Die sogenannten EPD (Environmental Product Declarations) werden vom TÜV Austria zertifiziert.

Massen-Grafik
In der Sachbilanz werden zunächst sämtliche Stoff-, Energie- und Elementarflüsse – der sogenannte Input – ermittelt. Diese verlassen später das Werk als Output in Form von Produkten, Abfällen, Emissionen und Abwärme. Als wichtiges Qualitätskriterium der Sachbilanz gilt die Differenz aus der Summe der Inputs und Outputs. Je kleiner die Abweichung, desto umfassender und genauer wurde die Sachbilanz durchgeführt.
Energie-Grafik
Neben den Materialien und ihren Massen müssen auch die Energieflüsse ermittelt und bilanziert werden.

Produktbezogene Ökobilanz

Schwarze Kufenstuhlreihen im Detail

Produktbezogene Ökobilanzen werden in Form von Umwelt-Produktdeklarationen, sogenannten Environmental Product Declarations, kurz EPD dargestellt. Das Verfahren zur Berechnung der erforderlichen Daten wird jährlich vom TÜV Austria auditiert und die Systemkonformität mit einem Zertifikat nach ISO 14025 bestätigt. Produkt-Ökobilanzen betrachten den gesamten Lebensweg eines Produkts in den Grenzen von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Dabei werden neben den Belastungen der Vorlieferkette und der späteren Entsorgung auch die bei der betrieblichen Ökobilanz erhobenen Umweltwirkungen verursachergerecht auf die einzelnen Produkte umgelegt.

Umweltwirkungen

Die Wirkungsabschätzung erfolgt nach dem wissenschaftlichen CML Verfahren, der Methode der Wirkungsfaktoren. Folgende Umweltwirkungen werden analysiert und ausgewiesen: der Treibhauseffekt (GWP), das Abbaupotenzial der stratosphärischen Ozonschicht (ODP), das Sommersmog-Bildungspotenzial (POCP), das Versauerungspotenzial der Böden und Gewässer (AP) das Überdüngungspotenzial der Böden und Gewässer (NP), sowie der Abbau abiotischer Ressourcen (ADP).

Grafik zur Klimaerwärmung.
Grafik zur Sommersmogbildung.
Grafik zum Stratosphärischen Ozonabbau.
Grafik zur Überdüngung.
Grafik zur Versauerung.
Wir betrachten den Schutz der Umwelt als ein Anliegen von existenzieller Bedeutung. Die Unternehmensführung wird diese umweltpolitischen Leitlinien regelmäßig auf neue Anforderungen hin überprüfen, Verfahren zur wirksamen Umsetzung in die betriebliche Praxis schaffen und die dafür notwendigen Mittel bereitstellen.
Porträt des Wiesner-Hager Geschäftsführers Markus Wiesner.
Markus wiesner, geschäftsführer wiesner-hager

Nachhaltiges Produktdesign

Schwarzer Holzstuhl vor Betonwand

Vom Pflichtenheft bis zur Serienreife fließen ökologische Anforderungen in den Entwicklungsprozess mit ein. Dazu gehört die Auswahl umweltverträglicher Materialien wie z. B. PEFC- oder FSC-zertifizierte Hölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Forstbeständen, die Verwendung von Recyclingwerkstoffen oder der verstärkte Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Um eine hohe Recyclingfähigkeit unserer Produkte zu garantieren, verzichten wir soweit wie möglich auf Verbundmaterialien und entwickeln zerlegbare Konstruktionen. Die Materialkennzeichnung, die Reparierbarkeit und eine gleichgeschaltete Lebensdauer der eingesetzten Komponenten sind ebenfalls wichtige Anforderungen an das Produktdesign.

Produktionsverfahren

Bild der Absaugeanlage für Holzspäne.

Energiesparende Holzspäneabsaugung

  • Automatische Anpassung der erforderlichen Absaugleistung
  • Geringerer Leistungsbedarf (-30% entspricht 80 kW)
  • Geringerer Wärmebedarf durch 100% Warmluftrückgewinnung in der Heizperiode
  • Geringere Staubbelastung für Mitarbeiter und Umgebung (0,1 mg/m³)
Grafik zum Direktrecycling.

Direktrecycling

Das in einigen Teilen der Produktion realisierter Direktrecycling ermöglichte es, den Energie- und Materialeinsatz zu minimieren und gleichzeitig das Abfall-Aufkommen zu senken. Es ist Teil des umfangreichen Umweltprogramms, das seit Ende der 1980er Jahre einen Wendepunkt in der Umweltpolitik bei Wiesner-Hager markiert. Beispielsweise erbrachte die Ultrafiltration des Lack-Overspray mit Materialrückgewinnung in der Holzlackierung Einsparungseffekte von bis zu 70 % bei Lacken und eine drastische Reduzierung des Lackschlammanfalls. Gleichzeitig erfolgte die Umstellung auf umweltfreundliche Wasserlacksysteme – ein wesentlicher Schritt zur Verringerung der VOC-Emissionen. Metalloberflächen werden emissionsfrei pulverbeschichtet, auch hier wird der Overspray durch den Einsatz moderner Farbwechselsysteme nahezu zu 100% rückgewonnen und wiederverwendet.

Abwasserreduzierende Technologien

  • 3-fach Kaskadenspültechnik in der Metallvorbehandlung
  • Ölabscheider und Filtertechnologien zur Standzeitverlängerung der Behandlungsbäder
  • Moderne Abwasserbehandlungsanlage mit automatischer Probennahme und Messwertregistrierung

Meilensteine. Was wir bisher erreicht haben.

Personen arbeiten an einem Hallentor.
2020/21: Energetische Gebäudesanierung – Austausch der alten Hallentore gegen thermisch gedämmte Tore mit automatischer Schließung.
Innenhof im Wiesner-Hager Werksglände.
2018 & 2019: Energetische Gebäudesanierung - Fenstertausch Gebäude 10, Dachsanierung Gebäude 22, Erneuerung der Heizungsanlage im Werk Süd und Erneuerung der Heizungsanlage im Werk Nord. 
Graue Wiesner-Hager Montagehalle von außen.
2016 & 2017: Energetische Gebäudesanierung – Fenstertausch in der Produktion, Wärmedämmung der Flachdächer in der Produktion, Dachsanierung Gebäude 12 und Fenstertausch Gebäude 3.
Große Montagehalle in der verschiedene Menschen arbeiten.
2015: Erneuerung der Druckluftversorgung und Installation eines Druckluftmanagementsystems
Detailaufnahme von Holzteilen.
2013: Modernisierung der Hallenheizung in der Holzfertigung.
Weißes Wiesner-Hager Firmengebäude von außen.
2012 & 2014: Energetische Gebäudesanierung Bürogebäude Trakt eins und zwei, Energieoptimierung Rechenzentrum und Abwärmenutzuwng Pulverbeschichtung.
Weiße Wiesner-Hager LKW Anhänger.
2012: Austausch einzelner LKW aus der Firmenflotte gegen LKW der Euro 5 Norm.
Luftaufnahme eines Fabrikgebäudes.
2012: Austausch von Teilen der Druckluftanlage gegen energiesparende Kompressoren modernsten Standards und Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Schwarze Kufenstuhlreihen im Detail
2011 & 2012: Automatisierte, SAP-gestützte Ökobilanzierung aller Wiesner-Hager Produkte. Prozess-Zertifizierung nach ISO 14025 zur automatischen Generierung von Produkt-Ökobilanzen (EPD III).
Detailaufnahme von Metallstäben.
2009: Vorbehandlungsanlage für Metallteile mit Dreifach-Kaskaden-Spültechnik und Erstellung der ersten betrieblichen Ökobilanz. 
2008: Umstellung des Staplerbetriebes von Diesel auf Elektroantrieb
Grafik einer Person im Anzug mit Baummotiv.
2007: Einführung eines Energiemanagementsystems.
Möbelteile laufen durch die Anlage der Pulverbeschichtung.
2005: Modernisierung der Pulverbeschichtungs-Anlage durch Installation eines Schnellfarbwechselsystems
Verschiedenfarbige Stoffrollen in einem Regal.
2002: Ersatz der lösemittelhaltigen Polsterkleber durch wasserlösliche Materialien.
Wassertropfen der an einem Ast hängt.
1999: Einführung eines Umwelt-Managementsystems mit Zertifizierung nach ISO 14001.
Bild der Absaugeanlage für Holzspäne.
1998: Installation einer Holzspäne-Absaugungsanlage mit variabler, geregelter Absaugleistung.
Grünes Blätterdach.
1996: Einführung eines Umwelt-Managementsystems nach EMAS.
Stuhlkorpusse in verschiedenen Farben.
1995: Neuer Flächenlackierautomaten mit Overspray-Rückgewinnung, Umstieg auf UV Wasserlack und Installation einer Lack-Rückgewinnungsanlage.
Mann der an einem Teil eines Holzstuhles arbeitet.
1992: Berücksichtigung ökologischer Kriterien bei der Produktentwicklung und erstmalige Erstellung einer Input-Output-Bilanz .
Anlage zur Wasseraufbereitung in einer Produktionshalle.
1992: Installation einer zentralen Abwasser-Aufbereitungsanlage für anorganisch belastete Abwässer (aus der Metallfertigung).
Metallstäbe die gerade pulverbeschichtet werden.
1991: Umstieg von Nasslackierung auf Pulverbeschichtung in der Metallfertigung.
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