BOSCH Linz - Innenarchitektur - Dienstleistungen - Concept Wiesner-Hager
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Case Study: BOSCH Linz

Innenarchitekturprojekt: Neue Firmenzentrale, Linz (2016)

Innovation durch Farbe, mit Wenn und Aber. Die neue Technikwelt von Bosch Linz.

 

Sucht man eine Farben- und Formensprache um den Begriff Technik zu erklären, so sind das klare Linien, symmetrische Strukturen und bipolare Farbwelten in Schwarz und Weiß. Geradlinigkeit und Kompromisslosigkeit als oberste Prämissen, denn ausgereifte Technik funktioniert ohne Wenn und Aber – besonders in einem Unternehmen, wie dem renommierten Bosch-Konzern. Wie verändert sich dieses Bild, wenn man an die Entwicklung neuer Technikkonzepte denkt? Entwicklung bedeutet neue Ideen, Visionen, Kreativität und Experimente. Kurz gesagt, schließt Forschung und Entwicklung das besagte Wenn und Aber nicht aus, sondern stellt es vielmehr in den Mittelpunkt um Innovationen voran zu treiben. Innovation braucht Inspiration und Inspiration braucht Farbe. Das war auch die Hauptidee und treibende Kraft für die Neuentwicklung der Innenarchitektur am Bosch-Entwicklungsstandort in Linz:

 

In Linz befindet sich das Kompetenzzentrum des Bosch-Konzerns für die Entwicklung von Dieseleinspritzanlagen und -pumpen. Seit 2000 stieg die Zahl der Arbeitsplätze von 105 auf 225. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2016 der Firmenkomplex ausgebaut. Die Generalplanung lag beim Linzer Unternehmen Dr. Shebl & Partner. Nachdem Shebl & Partner gemeinsam mit internen Projekt-Managern seitens Bosch die komplette Zonierung der Räume festgelegt hatten, wurde Roomware Consulting mit der innenarchitektonischen Gestaltung des Zubaus beauftragt.

Der neu erbaute Gebäudekomplex lässt sich grob in drei Bereiche teilen: das Eingangsfoyer mit Besprechungsräumen, den allgemeinen Open Space mit Gruppenbüros und den Abteilungsleiterbereich mit Projekträumen:

Zur einheitlichen Gestaltung der Eingangsbereiche sieht der Bosch-Konzern einen relativ strikten Styleguide vor, der Podeste, Wandgestaltung und die Akzentsetzung durch Farben und Materialien sehr genau vorgibt.  Der Guide arbeitet mit Kuben und im Gegenpol dazu mit Rundungen. Die Kuben symbolisieren die globale Vernetzung des Konzerns und die Rundungen – wie beispielsweise anhand der Ringleuchten umgesetzt – sollen, das Menschliche miteinbinden. Als Oberflächen und Farbkonzepte sind Weißlack und Struktureiche leicht aufgehellt definiert. An den Eingangsbereich angeschlossen liegt ein Besprechungsraum, der über mobile Trennwände abteilbar und mit modernster Audio-Technik ausgestattet ist. Neben Meetings ist dieser Raum auch für Events in Verwendung.

Der Bereich für die Abteilungsleiter umfasst Einzelbüros, einen offen gestalteten Empfang mit Sekretariat und Technikzone für Drucker usw. sowie Besprechungsbereiche mit Lounges. Direkt am Zugang zum Leitungsbereich sind zwei Räume, die für temporäre Projektarbeit – je nach Anforderung –  flexibel eingerichtet werden können.

Für die Ausstattung des Open Space mit den Gruppenarbeitsplätzen sind seitens Bosch standardisierte Büromöbel vorgesehen. Als Hauptfarben dominieren Grau, Schwarz und Weiß. Zielvorgabe war, dass die Arbeitsplätze maximal als 8er-Gruppen angeordnet werden. Zwischen den einzelnen Gruppen sollte räumliche Distanz geschaffen werden.

Abgeschlossenen Aufenthaltsbereiche mit Möglichkeiten zur spontanen Kommunikation und Bewirtung ziehen sich durch das gesamte Unternehmen. All diese Zonen sind mit Bildschirmen ausgestattet, die die Mitarbeiter mit zentralen Konzern-Infos versorgen.

Der Styleguide für den Open Space, die Aufenthalts- und Abteilungsleiterbereiche ist flexibler als der für den Eingangsbereich und lässt Akzente im Rahmen von vordefinierten Farbwelten zu. Dies wurde seitens Roomware Consulting auch genützt um den – ansonsten sehr grau anmutenden Räumen – Charme und Leben zu verleihen. Frei nach dem Motto: Emotion durch Farben.

Für die Gänge und den Abteilungsleiterbereich wurden beispielsweise Kunstbilder gemietet. Für die verschiedenen Aufenthaltsbereiche wurden in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern Farbkombinationen ausgewählt. Dazu konnten passende Themen mit Österreichbezug definiert werden. In den Möbeln, Teppichen, Glaswänden und Tapeten kamen dann diese Farben und Themen zum Einsatz. Das Ergebnis: Inspirierende Bereiche, die zum Abschalten und Brainstormen einladen und einen Kontrast zur sonst eher grauen Technikwelt bieten ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Roomware Consutling zeichnete für die Gestaltung und Ausschreibung sämtlicher Stilelemente, wie Pflanzen, Töpfe, Fototapeten, bedrucktes Glas usw. verantwortlich.

 

 

Fotos: www.raumpixel.at

Fazit:

Der fertiggestellte Zubau fand so viel Zuspruch seitens Standortleitung und Mitarbeitern, dass nun auch das Bestandgebäude mit den Laboren und Prüflabors umgestaltet werden.