Magazin Contact #24 - Magazin - Wiesner-Hager - Concept Wiesner-Hager
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Unternehmen Zukunft. Neuer TÜV AUSTRIA Campus schafft Mehrwert für Mitarbeiter, Kunden und Partner.

Magazin Contact #24

Mit Jahresbeginn haben mehr als 300 Mitarbeiter des TÜV AUSTRIA einen neuen Büro-, Ausbildungs- und Veranstaltungskomplex im Süden Wiens bezogen: den TÜV AUSTRIA Campus in Brunn am Gebirge. Der Neubau erstreckt sich über eine Nutzfläche von mehr als 7.300 Quadratmetern auf sechs Ebenen. Der Grundriss der Ge¬schoße wurde bewusst offen gestaltet, da Austausch und Dialog im Mittelpunkt stehen.

Mit dem Neubau wurden vier Wiener Standorte zu einem zentralen Büro-, Seminar- und Veranstal­tungsstandort zusammengefasst. Diese strategische Entscheidung war Teil eines umfassenden Organisa­tionsprojekts mit dem Ziel einer Optimierung und Weiterentwicklung von Kundenprozessen.

Stefan Pfefferer begleitete als Projektleiter bei TÜV AUSTRIA sowohl den Organisationsentwicklungs­prozess des Unternehmens in den letzten zwei Jahren als auch die Planung und Fertigstellung des neuen Gebäudes. Aus diesem Grund haben wir uns mit ihm getroffen und über den Neubau und seine Erfahrun­gen gesprochen.

Nach zwei Monaten im neuen Gebäude. Haben Sie sich gut eingelebt? Was sind die ersten Erfahrungen?

Pfefferer: Wir haben uns sehr gut eingelebt – besser als wir uns das zunächst für die Anfangsphase vorge­stellt hatten. Das Wichtigste ist bereits nach wenigen Wochen seh- und spürbar: Dass wir als Team noch mehr zusammenwachsen. Die Zusammenarbeit und die daraus resultierenden Chancen werden einfach besser wahrgenommen als früher.

Wie sind Sie an das Projekt herangegangen? Welche Vorbereitungen waren nötig?

Pfefferer: Dem neuen Standort ging ein Organisati­onsentwicklungsprozess voraus, in dem sich die TÜV AUSTRIA Gruppe völlig neu aufgestellt hat. Mit der Inbetriebnahme des TÜV AUSTRIA Campus zu Jahresbeginn 2017 wurde der „Change Process“ des Unternehmens erfolgreich abgeschlossen.

Welche Facetten Neuen Arbeitens finden sich bei TÜV AUSTRIA wieder?

Pfefferer: Am Bürostandort TÜV AUSTRIA Campus wird der Kundennutzen „Eine Anfrage, ein Ansprechpartner, eine Adresse“ mit Leben erfüllt. Die komplette Dienstleistungspalette des Unternehmens samt dazugehörigem Expertenwissen ist nunmehr unter einem Dach gebündelt. Das bedeutet kurze Wege, mehr Kommunikation und eine noch bessere Abwicklung von Projektaufgaben. „Alles aus einer Hand“ wird damit für unsere Kunden einfach besser spürbar.

Wie hat sich die Implementierung des Open Space gestaltet? Was waren die Herausforderungen?

Pfefferer: Teambuilding und die daraus resultie­renden positiven Effekte für unsere Mitarbeiter, aber natürlich auch für unsere Kunden und Partner, funkti­onieren nur, wenn ein entsprechendes Arbeitsumfeld geschaffen wird. Das war die Herausforderung. Ein Gebäude zu entwickeln, das genau auf die Bedürf­nisse von mehr als 300 Mitarbeitern und mindestens 12.000 Kursteilnehmern jährlich zugeschnitten ist.

Wie sind Sie mit den Themen Akustik und Klima/Tem­peratur im Open Space umgegangen?

Pfefferer: Der TÜV AUSTRIA Campus beein­druckt nicht nur mit seiner Architektonik, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit. Sämtliche Lichtquel­len im Gebäude sind intelligente LED-Lösungen mit moderner Lichtsteuerung. Die Wärme liefert eine Biomasseanlage der EVN aus dem nahen Mödling und aus Guntramsdorf. Lüftung, Heizung und Kli­matisierung erfolgten zonenweise und werden über Raumtemperaturfühler geregelt. Die Raumhöhen in allen Etagen bringen zusätzliche Luftigkeit. Absor­ber an den Wänden, in den Meeting-Zonen und im direkten Arbeitsbereich sorgen – ebenso wie eine geschlossene Mittelzone in den einzelnen Ebenen – für die nötige Ruhe.

Gibt es so etwas wie einen „Knigge“ für das Großraumbüro?

Pfefferer: Rücksicht und Kooperation waren bei uns auch in der Vergangenheit gelebter Teil unseres Ar­beitsalltages. Für das konstruktive Miteinander am TÜV AUSTRIA Campus wurde dennoch ein kleiner Regel­katalog erstellt, der uns allen Orientierungshilfe für ein gutes Zusammenleben unter einem Dach sein soll.

Wurden die Mitarbeiter in das Projekt eingebunden? Wenn ja, wie?

Pfefferer: Eine eigene Campus User Group mit Kolleginnen und Kollegen aus sämtlichen Unternehmenseinheiten des TÜV AUSTRIA hat – gemeinsam mit uns als Projektverantwortlichen – bis zur Fertigstellung des Hauses in vielen Meetings wesentlich dazu beigetragen, dass Mitarbeiter und Kunden ein konstruktives Arbeitsumfeld vorfinden und sich bei uns wohlfühlen. Das Ergebnis: attraktive, zeitgemäße Arbeitsplätze, lichtdurchflutete, klimatisierte Räume, ausreichend Parkplätze in der Hoch­garage, E-Tankstellen, eigenes TÜV-AUSTRIA-Shuttle-Service, moderne Schulungs- und Präsentationsräumlich­keiten. Dazu kommen ein Betriebsrestau­rant, Working Cafés, eine große Dachterrasse und ein Grünbereich mit Teich.

Welche Raumstrukturen gibt es im Gebäude? Wo wer­den Meetings und Besprechungen abgehalten?

Pfefferer: Die einzelnen Geschoßflächen wurden weitestgehend offen gestaltet, um Teamarbeit und Kompetenzbündelung stärker als bisher zu ermög­lichen. Meetings und Besprechungen finden in unterschiedlich großen Räumlichkeiten statt. Das gesamte 5. Obergeschoß ist Besprechungsebene und auch Meeting-Point für unsere Kunden. In den ein­zelnen Geschoßflächen haben wir Kreativzonen mit akustisch wirksamen Loungemöbeln eingerichtet, die spontane Abstimmungen zwischen den Kolleginnen und Kollegen oder einfach einen kurzen Rückzug vom eigenen Arbeitsplatz ermöglichen.

Die TÜV AUSTRIA Akademie ist auch im Neubau angesiedelt. Wie sind die Räumlichkeiten der Akademie konzipiert?

Pfefferer: Für unsere Seminargäste gilt das Gleiche wie für unsere Mitarbeiter. Sie sollen sich, nebst dem Erwerb von Wissen oder Zusatzqualifikationen, hier wohlfühlen. Das schaffen wir mit großzügig angeleg­ten und am letzten Stand der Technik eingerichteten Seminarräumen, Verweil- und Pausenzonen, einem anspruchsvollen kulinarischen Angebot und einem attraktiven Außenbereich.

Aus der Retrospektive betrachtet, was waren die größten Herausforderungen und Learnings des Projekts? Was sind die größten Erfolge?

Pfefferer: In einem Unternehmen unserer Größenordnung gibt es naturge­mäß unterschiedliche Interessensgruppen und unterschiedliche Anforderungen an den Arbeitsalltag. Dazu galt es, die Kompetenzbündelung innerhalb unserer Unternehmensgruppe sozusagen vom Reißbrett in die täglich gelebte Praxis zu übersetzen. Hier bedurfte es nicht nur des nötigen Know-hows und starker Part­nerschaften mit Planern, Errichtern und externen Consultern, sondern auch der Begeisterungsfähigkeit, dass damit auf der Reise vom Spatenstich bis zur Eröffnung des TÜV AUSTRIA Campus niemand verloren geht. Das ist uns gut gelungen. In der Planungs- und Errichtungsphase haben wir natürlich jede Menge dazugelernt. Dieses Wissen und den Erfahrungsschatz werden wir uns bei unseren Neubauprojekten im Prüfzentrum Wien und in Oberösterreich natürlich zunutze machen.

 

Projektumfang Wiesner-Hager

  • Der Empfangsbereich im Erdgeschoß wurde mit paro_2 Drehstühlen mit hoher Rückenlehne und Nackenstütze ausgestattet.
  • Das Restaurant wurde mit rund 100 Cafeteriastühlen und rund 30 Barstühlen der Produktfamilie nooi bestückt.
  • In den Büroräumlichkeiten, Besprechungs­räumen und Working Cafés kommen 350 paro_2 Drehstühle und 130 paro_2 Freischwinger zum Einsatz.
  • Für die Besprechungsräume im Dachge­schoß wurden 20 ayo Konferenzstühle und 12 pulse Konferenzstühle ausgewählt.

 

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