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Wiesner-Hager setzt auf Laserkanten-Technologie

26.01.2016

Als erster Büromöbelhersteller in Österreich führt Wiesner-Hager die fugenlose Laserkante ein. Das Ergebnis sind Tischplatten und Korpusse wie aus einem Guss.

Die Hauptvorteile der fugenlosen Laserkanten-Technologie:

  • Makellose Optik wie aus einem Guss:  Das Laserverfahren garantiert eine dauerhaft fugenlose Kante und setzt damit einen echten Meilenstein im Plattendesign.
  • Höhere Feuchtigkeitsbeständigkeit durch die „Nullfuge“.
  • Umweltfreundlich durch Verzicht auf Klebstoff und organische Reinigungsmittel sowie durch geringeren Energieverbrauch in der Produktion.


Der bisherige Stand der Technik war, Tische und Schränke mit der traditionellen Schmelzklebung zu bekanten. Diese Klebung hat jedoch den Nachteil, dass eine relativ starke Kleberfuge sichtbar ist.  Dies führt zu einer optischen Trennung von Trägerplatte und Kante. Außerdem zieht der Leimauftrag durch austretenden Klebstoff eine nicht vollständig vermeidbare Verunreinigung der Plattenoberfläche nach sich. Diese  Kleberreste müssen anschließend unter Einsatz von umweltschädlichen Lösemitteln entfernt werden.  Die relativ weiche Kleberfuge leidet im Gebrauch unter zunehmender Verschmutzung, was zu einer noch stärkeren Sichtbarkeit führt.

Anders bei der Lasertechnik. „Durch diese neue Technologie, die fugenlose Laserkante, setzen wir einen Meilenstein in der Büromöbelindustrie“, so Markus Wiesner. Bei diesem Verfahren wird kein Klebstoff mehr aufgetragen. Stattdessen wird die aus einem speziellen Kunststoff bestehende Rückseite der Kante mit einem Laserstrahl erhitzt und dabei plastifiziert. Anschließend wird die Kante maschinell aufgepresst, wobei die erstarrende Kunststoffschmelze zu einem Verbund mit dem Trägermaterial führt. Das Ergebnis ist ein Teil wie aus einem Guss, ein mehr oder weniger monolithisches Werkstück ohne sichtbaren Übergang von der Kante zur Dekorschicht.

Umstellung der Plattenfertigung auf Industrie 4.0:
Industrie 4.0 bedeutet für Wiesner-Hager einerseits die weitere Automatisierung der Fertigungsprozesse, die stetige Weiterentwicklung neuer Technologien  und andererseits auf die großen Veränderungen in der Arbeitswelt und den enormen Umwälzungen in der Büro- und Objektbranche einzugehen. 

Die Plattenfertigung wird komplett auf auftragsbezogene Kundenfertigung (Losgröße 1) umgestellt. Sämtliche Fertigungsparameter werden computergestützt aus den Informationen des ERP-Systems abgeleitet und daraus automatisiert die Maschinensteuerungsprogramme generiert.  Die zu fertigenden Möbelteile tragen ausnahmslos einen eindeutigen Barcode, mit dessen Hilfe die notwendigen Fertigungsinformationen an der Maschine eingelesen werden können. Die Maschine führt daraufhin einen automatischen Rüstvorgang durch, dem sich der eigentliche Produktionsprozess anschließt. Nach Abschluss meldet die Maschine den Auftragsfortschritt an das übergeordnete Leitsystem weiter.
 
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